Amoklauf an einer Schule

Am 14. Februar verübte ein 19-Jähriger einen Anschlag auf seine ehemalige Schule in Parkland, Florida. Mit einem legal erworbenen halbautomatischen Sturmgewehr ermordete er 14 Schülerinnen und Schüler und drei Lehrpersonen.

Nach dem Amoklauf verurteilten Politikerinnen und Politiker die Tat und sagten, dass sie in Gedanken und Gebeten bei den Opfern seien. Die Sicherheitsmassnahmen an amerikanischen Schulen sollen erhöht werden.

 

Angesichts der zahlreichen Amokläufe in den USA, beispielsweise des Anschlags in Las Vegas im Oktober 2017 mit

             Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zu einem Protestmarsch. |  Bild: Wikimedia Commons, Brian Crawford          58 Toten und 851 Verletzten oder des Anschlags in einer Grundschule im Jahr 2012, bei dem 20 Kinder und 8 Erwachsene starben, wurden auch Forderungen nach schärferen Waffengesetzen laut.


Die überlebenden Schülerinnen und Schüler der Parkland-Schiesserei gründeten die Organisation Never Again MSD und kritisierten Politikerinnen und Politiker, die sich nach jedem Massaker schockiert zeigten, jedoch keine konkrete Gesetzesvorschläge einbrächten. Grund für die Zurückhaltung seien die hohen Beträge, die die Waffenlobby den Politikerinnen und Politikern für ihren Wahlkampf spende. Es sei an der Zeit, die laxen Waffengesetze zu ändern und zumindest ein Verbot für halbautomatische Waffen durchzusetzen.


Präsident Trump ging nicht auf die Forderungen der Jugendlichen ein. Stattdessen schlug er am 22. Februar vor, alle Lehrpersonen mit Schusswaffen zu bewaffnen, um die Schülerinnen und Schüler zu beschützen. Trumps Vorschlag sorgte für Empörung und wurde von der amerikanischen Öffentlichkeit stark kritisiert.

 


 

Im März 2018 kam es zu Demonstrationen bei der «National School Walkout Rally» und auch dem «March for Our Lives». Beide Ereignisse mobilisierten Millionen von Menschen, die für schärfere Waffengesetze demonstrierten. In den kommenden Monaten hielten die Schülerinnen und Schüler Reden und organisierten Protestaktionen. Unterstützt wurde ihre Organisation Never Again MSD von Prominenten wie z. B. George Clooney und Steven Spielberg, die je eine Million spendeten.

 


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